MAFFETONE-METHOD und F-AS-T-Formel

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Die ganzen Jahre in denen ich durch die Gegend gerannt bin, habe ich mich natürlich auch mit der Ernährung beschäftigt. Also so ein bisschen. Vor allen Dingen mit Gels, Riegel und Nudeln. Ja Nudeln soll man essen, ohne Ende. Zu meinen umfangreichsten Trainingszeiten in jungen Jahren, gab es üblicherweise 3 Tafeln Vollmilchschokolade am Tag. Bei 1,80 und 64kg war das ok, dachte ich. 

Dann hat man immer wieder was gelesen und mitbekommen, was noch lange kein Grund war auch mal was davon auszuprobieren. Nur Gels, waren mir noch nie sympathisch. Eher was Natürliches. 

 

Und dann kam dieser Winter.....

Wir waren mit dem Team in Italien bei der Weltmeisterschaft im Schneeschuhlaufen. Ich war ganz ok vorbereitet und es lief auch nicht schlecht. Eine Woche später war mein Lieblingsschneeschuhrennen. 44 km mit 2500 hm durch den Schnee pflügen. Die Woche dazwischen blieb ich in Italien und machte Urlaub. 

Das heißt Aufstehen, Frühstücken, 3-4 Stunden laufen, lesen, Abendessen. 

Hotellike gab es ein Frühstücksbuffet, alles was das Herz begehrte.
Am ersten Tag also einmal quer drüber. Das war ein bisschen viel. Ab dem zweiten gab es immer nur Eier und Speck. Und Abends meist Gemüse, Reis und Fleisch oder Fisch. 

Zu lesen hatte ich das "Handbuch der Helden" dabei. Das ist das Nachfolgewerk des Born to Run - Autor Christopher McDougall. In dem Buch wird unter anderem auf Phil Maffetone und seine Trainings- und Ernährungsmethode eingegangen. Interessant - fand ich. 

Nach der Woche war das Rennen wegen zu wenig Schnee stark verkürzt, lief aber super. Als 20. und bester deutscher Starter war ich mehr als zufrieden. 

Meine Ernährung in der Woche und wie sie im Buch beschrieben war, hatte gewisse Parallelen. 

So hat mich das nochmal motiviert, diesen 2 Wochen Test von diesem Phil Maffetone zu machen. Konkret heißt das, 2 Wochen lang keine Kohlenhydrate essen und dann nach und nach wieder Dinge probieren und schauen was einem bekommt und was weniger. Das Laufen in der Zeit sehr dezent mit einem Puls von 180-Lebensalter. Klingt erstmal anders, als alles was man sonst so empfohlen bekommt.

Aber nach 2 Wochen ging es mir so gut, dass ich beschloss die Kohlenhydrate noch ne Weile wegzulassen. 

Ich hatte auch schon öfters mal von diesem Dr. Feil gelesen. Hat mich nie weiter interessiert, aber jetzt bekam ich mit, dass es da wohl auch um wenig Kohlenhydrate geht. 

Das Buch "Die F-AS-T-Formel" hat mich beeindruckt und das Gelesene erschien mir sehr, sehr schlüssig. Nach 6 Wochen bin ich, nach ein paar Höhen und Tiefen im Training, meinen ersten 60er mit neuer Ernährung gerannt. Ich konnte es kaum glauben. Bis km 55 habe ich lediglich 2 Rippchen dunkle Schokolade zu mir genommen. Dann vor lauter Ungläubigkeit einen halben Riegel reingedrückt, was definitiv nicht nötig war. Während und auch nach dem Lauf ging es mir blendend. Seit dem bin ich vollständig überzeugt und habe meine Ernährung umgestellt.

Kaum Kohlenhydrate, Zucker schon gar nicht und lauter gesundes und fettreiches Essen.

Das war vor eineinhalb Jahren. Seither beschäftige ich mich sehr intensiv mit Ernährung. Rezepte werden kreiert. Pizza ohne Kohlenhydrate, kein Tag ohne meinen Himbeerquark und meine Frau bäckt Very-Low-Carb-Kuchen.

Bin nach wie vor begeistert.

All die Versprechungen von einigen Kilos weniger, Energie in allen Lebenslagen und stets bei bester Gesundheit sind tatsächlich wahr geworden. Essen hat einen sehr hohen Stellenwert. Findet allerdings nicht so oft statt, dafür mit viel Genuss. 

An einem normalen Tag gibt es gegen 12:30 Uhr, 500g Himbeerquark mit ein paar Gewürzen und dann am Abend nochmal was Warmes. Je nach Training mal mehr, mal weniger fettreich. Vor Wettkämpfen und härteren Trainingseinheiten werden die Speicher mit guten Kohlenhydraten gefüllt und dann läuft es wie geschmiert.

Lockeres Nüchterntraining, auch in den Bergen, geht ganz gut bis 5 Stunden. Dann bekomme ich doch mal Appetit. 

Richtig gut funktioniert diese Art der Ernährung an langen Arbeitstagen. Bis in den späten Abend konzentriert, fit und voller Energie. 

Was dahinter steckt; die Energieversorgung läuft komplett über die Fettverbrennung. Das klappt gut, so lange genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Also beim schnellen Laufen, wenn es kurzatmig wird, klappt es nicht. Da braucht es dann Kohlenhydrate. 

Mein Trick - einfach langsam laufen. 

Und im Berg gilt: bergauf Kohlenhydrate, bergab Fett verbrennen. 

 

Wen es ernsthaft interessiert liest hier nach: 

Dr. Feil - Dir F-A-S-T-Formel und 

https://philmaffetone.com/method/

 

Ansonsten Infos zu Lowcarb und der ketogenen Ernährung gibt es auch bei foodpunk.de


An Guadn, lass es dir schmecken.